Zooey Deschanel

Zooey Deschanel (36): „Ängste sind interpretierbar“

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Zooey Deschanel (36) gilt als das coolste Mädchen von nebenan. Als New Girl-Star kommt sie ein wenig gaga und gerade deshalb irre sympathisch daher.

Dass sie auch andere Seiten hat, zeigt das Interview in der neuen COSMOPOLITAN (EVT 08.12.) über Ängste, Veränderungen und Twitter-Fails. Sobald sie vor der Kamera steht ist sie ganz Profi und zeigt eine unglaubliche Präsenz. Umso erstaunlicher, dass die Schauspielerin die Öffentlichkeit sonst eher scheut und gerne anderen den Vortritt lässt. Wie aktuell bei Promo-Auftritten zum Animationsfilm Trolls, in dem diese elfenhafte Frau ausgerechnet einem hässlichen Oger ihre Stimme leiht.

Liegt es daran, dass sie mit einer Szene dieses Films, wie sie lachend sagt „eine der schrecklichsten Erfahrungen, die ich jemals gemacht habe“ verbindet? Nichtsahnend sei sie ins Studio gekommen, um dann aus dem Stand eine Rap-Einlage hinzulegen – ausgerechnet vor Justin Timberlake, ihrem Co-Star und dem Produzenten des Songs. „Besonders vor ihm wollte ich das Ganze nicht versemmeln“, so Deschanel. „Ich bewundere ihn sehr. Zum Glück hat er mich da seelenruhig durchgecoacht.“

Dass sie sich momentan gerne etwas einigelt liegt aber vielmehr daran, dass sie Zeit mit ihrer Familie verbringen möchte und in ihrer jungen Mutterrolle aufgeht. „Ich bin dadurch eine andere, vielschichtigere Person geworden. Eine Mutter zu sein bedeutet so viel mehr, als Hausfrauen-Dinge zu erledigen. Es geht um eine Bindung zu einem Lebewesen, die für unsere moderne Gesellschaft fremd geworden ist. Sie ist ursprünglich. Einfach großartig.“ Entsprechend dieser überbordenden Gefühle ist es ihr auch leicht gefallen, sich während ihrer viermonatigen Elternzeit komplett aus ihrem Job rauszuziehen. Und dass, obwohl sie nicht nur Hauptdarstellerin sondern auch Executive Producer der Serie New Girl ist. Umso fulminanter ihre Rückkehr: In Folge eins der sechsten Staffel führte sie erstmals zusätzlich Regie.

Wie vielseitig und optimistisch die Kalifornierin ist, belegt auch die Plattform HelloGiggles, die Deschanel 2011 mitgegründet hatte bevor sie 2015 verkauft wurde und auf der ausschließlich positive Inhalte verbreitet werden sollten. Der Fokus auf das Gute im Leben dringt bei ihr aus jeder Pore: „Ängste sind interpretierbar. Lampenfieber zum Beispiel kann zu Panik werden oder zu einer positiven Aufregung.“

Zu Hause trage ich am liebsten Pyjamas

Welche kleinen Momente machen sie glücklich?

„Wenn ich nach einem langen Drehtag nach Hause komme, schlüpfe ich sofort in meinen Pyjama und relaxe – dann bin ich happy. Ich gehe nicht gerne auf Partys und fände es unglaublich peinlich, wenn es ein Foto von mir gäbe, auf dem ich betrunken aus einem Club stolpere. Da lande ich lieber mit einem Fashion-Experiment auf der Worst-Dressed-Liste.“

Ist sie schon in jungen Jahren viel in der Welt herumgekommen?

„Ja, da mein Vater als Kameramann und meine Mutter als Schauspielerin arbeiten, standen Umzüge während meiner Kindheit auf der Tagesordnung. Von London ins damalige Jugoslawien, auf die Seychellen, nach Kanada – und in allen möglichen Teilen von Amerika habe ich schon gewohnt. Kaum hatte ich mich eingewöhnt, mussten wir schon wieder die Koffer packen. Ich war immer die Außenseiterin, es fiel mir schwer, ständig neue Freunde zu finden. Damals hasste ich die Reiserei, heute bin ich dankbar für die Erfahrung, nicht nur in einer einzigen Stadt gelebt zu haben.“

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