Montag, Dezember 11. 2017 | Magazin für besondere Zigarrenliebhaber | Vol.17, NO.26 | ISSN 2366-6781
Macron

Liebesbeziehungen pulsieren durch hohe Altersunterschiede

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Große Altersdifferenzen in Beziehungen heute nichts Außergewöhnliches mehr

Beziehungen und Partnerschaften halten oftmals länger, wenn beide Partner im Charakter und in ihrer Handlungsweise verschieden sind. Außenstehenden wird dadurch keinerlei Diskussionsstoff geliefert. Diesen gibt es jedoch sehr häufig, wenn ein Paar gravierende Altersunterschiede aufweist. Dabei bietet eine derartige Paarkonstellation viel Spielraum für ein pulsierendes gemeinsames Leben.

Ob Madonna oder Sophia Thomalla – unter den Stars und Sternchen sowie in politischen Kreisen sind hohe Altersunterschiede schon lange nichts Außergewöhnliches mehr. Was im Showbusiness kaum mehr für Furore sorgt, erweist sich in „Otto-Normal-Kreisen“ nicht immer als ganz so einfach. Frauen, deren Partner 10, 20 oder 30 Jahre jünger sind auf der einen Seite, Männer und ihre wesentlich jüngeren Ehefrauen auf der anderen Seite. Kann das wirklich gut gehen? Eine Frage, die sich nicht nur Außenstehende stellen, denn selbst viele Frauen und Männer, die sich in einen jüngeren Partner verliebt haben, zweifeln über die Tragfähigkeit ihrer Beziehung.

Gravierende Altersunterschiede bieten indes sehr viel Potenzial für langanhaltende Liebesbeziehungen. Eine Tatsache, die trotz allem immer wieder zu Diskussionen und Unkereien in der Gesellschaft führt. „Diese Beziehung ist doch zum Scheitern verurteilt!“ ist hierbei nur eine Aussage von vielen, wenn das Thema angesprochen wird. Glücklicherweise haben sich jedoch die Ansichten über hohe Altersdifferenzen in Beziehungen in den vergangenen Jahrzehnten positiv verändert.

Dennoch – ist realistisch betrachtet wirklich alles so einfach, wenn der geliebte Partner deutlich jünger ist? Welche Chancen hat das gemeinsame Glück langfristig stabil zu bleiben? Und welche Schwierigkeiten können entstehen, wenn sie zwanzig oder noch mehr Jahre älter ist als er und umkehrt? Einige von unzähligen Fragen, die Frauen und Männer beschäftigen, welche sich in der Situation wiederfinden, dass der geliebte Partner nicht gleichaltrig ist.

Brauchen wir wieder aristokratischere Liebesformen?

Trendforscher: Fähigkeit zur Distanz könnte eine Renaissance erleben – Drei Szenarien für die Liebe in der Zukunft

Neue Formen der Höflichkeit werden in Liebesbeziehungen künftig bedeutsamer. „Ein wichtiges Element, um Romantik halten zu können, ist ein tiefer Respekt vor dem anderen. Deshalb brauchen wir wieder aristokratischere Liebesformen“, sagte der Zukunftsforscher Matthias Horx im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Respekt bedeute, dass man den Partner „nicht andauernd mit seinen eigenen Gefühlen und Unerlöstheiten“ überwältige. Die höfische Liebe habe dagegen „auch die Fähigkeit zur Distanz, also zur Bewunderung aus der Ferne“ gehabt, sagte der Trendforscher. Er glaube, dass eine solche Distanz, „in der man den anderen besser idealisieren kann, eine Renaissance erleben“ könnte.

Zukunftsforscher Horx veröffentlicht am Montag, 26. Juni, sein neues Buch „Future Love. Die Zukunft von Liebe, Sex und Familie“ (DVA), in dem er drei Szenarien über die Liebe in der Zukunft entwickelt. Darunter eines, nachdem die Partner ehrlich akzeptieren, dass sie eine lebenslange Liebe vielleicht nicht aushalten können. „Wenn eine Gesellschaft zur Liebesvernunft käme, dann würde sie Lebensabschnitts-Partnerschaften bewusster und vielfältiger gestalten“, meint Horx. Dazu könnten künftig Liebesverträge gehören über das, „was man voneinander erhofft und sich gemeinsam vornimmt“, die nach einer gewissen Zeit neu verhandelt würden.

Menschen würden auf „sehr unterschiedliche Arten und Weisen ihr Liebesbedürfnis und ihre Familienstrukturen leben“, sagte der Zukunftsforscher weiter. Es werde nicht nur eine Antwort, ein Standardmodell der Liebe geben. Horx räumte ein: „Wir haben natürlich immer das Bedürfnis, dass es eine gesellschaftliche Norm der Liebe geben sollte, nach der sich alle richten, so wie es die Kleinfamilie in den 50er- und 60er-Jahren gab. Aber das wird in Zukunft so nicht mehr wiederkommen.“

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