Montag, November 20. 2017 | Magazin für besondere Zigarrenliebhaber | Vol.16, NO.40 | ISSN 2366-6781
Maserati Levante_Ermenegildo Zegna Capsule Collection_Harrods_2016

Maserati und Zegna erobern das Schaufenster von Harrods

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Harrods ist einer der Hotspots des Luxus-Shoppings in London – und ab sofort um eine Attraktion reicher

Noch bis zum 26. Oktober 2016 präsentieren sich Maserati und Ermenegildo Zegna im Schaufenster des Traditionskaufhauses. Diese hohe Aufmerksamkeit nutzen die beiden italienischen Marken, um die neue Zegna – Maserati Capsule Collection für Sommer 2017 vorzustellen. Doch noch eine weitere Premiere erwartet Passanten und Harrods Kunden: In dem Kaufhaus ist erstmals in Großbritannien der neue Levante zu sehen.

Während die neue Zegna – Maserati Capsule Collection bereits exklusiv bei Harrods erhältlich ist, startet der reguläre Verkauf über ausgewählte Zegna Boutiquen weltweit und über Zegna.com im November 2016. Die Kollektion umfasst Lederwaren, Kleidung und Accessoires und spiegelt die Handwerkskunst und Raffinesse der beiden Marken wider. Die Capsule Collection kennzeichnet außerdem die Verwendung von Premium-Leder, feinster Seide, Baumwollgeweben mit dem berühmten Chevron-Muster und das Label „Ermenegildo Zegna exclusively for Maserati“.

Ergänzt wird die Kollektion jetzt durch einen dunkelbraunen Leder-Trolley, dessen Schaumstoffstruktur Stöße abmildert, einen Leder-Rucksack und hochwertige Schuhe sowie durch verschiedene Accessoires. Zur Capsule Collection gehören außerdem Jeans, Polo-Shirts aus Baumwolle mit Maserati Logo, eine Zwei-Knopf-Jacke aus Baumwolle mit Details aus Leder sowie ein Seidenschal mit Fischgrätenmuster und Maserati Logo.

Sowohl Maserati als auch Ermenegildo Zegna teilen sich die Leidenschaft für die gleichen Unternehmenswerte wie Tradition, Stil, Handwerkskunst, Qualität und Höchstleistung. Die bereits seit mehreren Jahren laufende Partnerschaft brachte nicht nur die gemeinsamen Lifestyle-Kollektionen hervor, sondern eine weltweit einzigartige Fahrzeugausstattung: das Seiden-Interieur von Zegna, das für die Maserati Modelle Ghibli, Quattroporte und Levante erhältlich ist. Dabei sind sowohl die Sitz- und Lehnenmittelbahnen als auch Türverkleidungen und Dachhimmel sowie weitere Details in Maulbeerseide mit Mirko-Chevron ausgeführt.

Maserati Levante: Starker Wind mit akustischer Würze

Der italienische Geländegänger kommt spät, aber selbstbewusst, kombiniert ausgeladene Drei-Liter-V6-Motoren mit gediegenem Komfort und einem ordentlichen Platzangebot – was auf fünf Metern Außenlänge auch nicht wirklich schwer ist. Wäre die Motorhaube nicht so elend lang und der vordere Überhang etwas kürzer, hätten sich vielleicht noch ein paar Zentimeter Beinfreiheit mehr für die rückwärtigen Passagiere herausschlagen lassen. Immerhin gibt es mehr Radstand als beim Bentley Bentayga. Die italienische Küche wird ihrer Leichtigkeit wegen geschätzt, das SUV aus Mirafiori kann mit geringem Gewicht nicht unbedingt glänzen: 2205 Kilogramm gibt der Hersteller als Leergewicht für die Dieselvariante an, der Zulassung des Testwagens zufolge sind es sogar noch 75 Kilogramm mehr.

Bis auf weiteres sind – nicht ohne Parallelen zu den Modellen aus Zuffenhausen – zwei Varianten im Angebot. Der Selbstzünder bürgt für 202 kW / 275 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment, das Spitzenmodell Levante S profiliert sich mit 316 kW / 430 PS. Diese Leistungsskala sollte Gewähr dafür bieten, dass das Italo-SUV, dessen Name von einem warmen Windstrom stammt, der gewöhnlich in der Straße von Gibraltar seine größte Stärke erreicht, kein laues Lüftchen bleibt. Dank seines hohen Drehmoments fällt der Diesel in Sachen Temperament gegenüber dem Benziner kaum spürbar zurück.

Beiden Autos gemein ist ein herzhafter, sportlicher und markenkonformer Sound, der dem Fahrerlebnis die passende akustische Würze gibt. Erwartungsgemäß wirft sich der Ottomotor, der rund 2500 Umdrehungen mehr braucht als der Diesel, um seine volle Durchzugskraft zu erreichen, noch ein bisschen mehr ins Zeug. Je nach Leistungsabruf, Zug- oder Schubstatus faucht, schnalzt, prustet oder schnaubt das Aggregat durch seine Klappen-Auspuffanlage und fordert Aufmerksamkeit vom Straßenrand. Wem das zu prollig ist, wird das Potenzial des Sechszylinders wohl kaum ausnutzen, der die Fuhre bis auf maximal 264 km/h beschleunigen soll. Saftige Zwischengasstöße beim Herunterschalten inklusive sorgt die Steuerungselektronik zuverlässig für jene Portion Emotionalität, die viele weichgespülte SUV vermissen lassen.

Die ZF-Acht-Gang-Automatik, die nicht nur im Fiat-Konzern große Verbreitung gefunden hat, sondern auch Jaguar-, Land Rover-, BMW- und Audi-Kunden erfreut, teilt die Kräfte der Brennräume perfekt zu. Wer sich auf automatische Fahrstufen-Wechsel nicht verlassen will oder meint, es besser zu können, dem stehen formschöne, in Aluminium ausgeführte Schaltpaddel am Lenkrad zur Verfügung. Gegenüber den Kunststoff-Paddeln, mit denen beispielsweise Bentley-Fahrer hantieren müssen, ist das sicher ein Gewinn, jedoch stehen sie fest an der Lenksäule und vollziehen die Drehung des Lenkradkranzes nicht mit. Hinzu kommt, dass die linke Schalthilfe den Fingern beim Erreichen des Blinkerhebels hinderlich sein kann.

Handling und Fahrkomfort hingegen halten das Niveau, das die Limousinen Modelle Ghibli und Quattroporte begründeten. Viele von dort übernommene Fahrwerkskomponenten sorgen dafür, dass der heckbetonte Allradantrieb die erforderliche Dynamik auf die Karosserie überträgt. Serienmäßige Luftfederung gewährleistet standesgemäße Beförderung für die Fondpassagiere. Muss einmal ein Pferdeanhänger von der Koppel gezogen werden, ist die Bodenfreiheit um 65 Millimeter zu vergrößern, und es können bis zu 2700 Kilogramm an den Haken genommen werden. Nur für den Levante S gibt es Bremsen von Brembo, deren Name allein für die Güte steht und die bissig den anrollenden Zweitonner verzögern.

Für einen Einstiegspreis von 70 500 Euro bietet der Levante Diesel ein Maximaltempo von 230 km/h und das Versprechen, mit einem Ergebnis von 7,2 Litern je 100 Kilometer den Prüftand verlassen zu haben. Seine Standardausstattung beinhaltet Bi-Xenon-Haupt- und LED-Nebenscheinwerfer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, automatisch abblendbaren Innenspiegel sowie ein /-Zoll-Farbdisplay im Instrumententräger, mit dem so verblüffende Informationen abgerufen werden können wie die aktuelle Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Ferner sind Licht- und Regensensor an Bord, eine elektrische Heckklappe (Ladekante 76 Zentimeter) und ein Tempomat an Bord.

Der Levante S hat für einen Startpreis von 88 000 Euro zwar mehr Pferdestärken (und Verbrauch – 10,9 Liter kombiniert), ein selbstsperrendes Hinterachsdifferenzial und 19-Zoll-Leichtmetallfelgen. Eine erweiterte Lederausstattung ist ebenfalls auf der Habenseite zu verbuchen. Nützliches wie Rückfahrkamera oder Toterwinkel-Assistent sind extra zu bestellen. (ampnet/afb)

 

Levante Masrati

Daten Maserati Levante S

Länge x Breite x Höhe (in m): 5,00 x 1,97 x 1,68
Radstand (m): 3,04
Motor: V6-Turbo-Ottomotor, 2979 ccm, Direkteinspritzung
Leistung: 316 kW / 430 PS bei 5750 U/min
Max. Drehmoment: 580 Nm von 4500 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 264 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 5,2 Sek.
ECE-Durchschnittsverbrauch: 10,9 Liter
CO2-Emissionen: 253 g/km (Euro 6)
Tankinhalt: 80 Liter
Leergewicht / Zuladung: 2109 kg / k.A.
Kofferraumvolumen: 580–1600 Liter
Reifen (v/h): 265/50 R 19 / 295/45 R 19
Basispreis: 88 000 Euro

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