Manufatture Sigaro TOSCANO

Zigarrenmanufaktur Sigaro Toscano – Italienische Lebensart und einzigartiges Handwerk

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Willkommen in der Toskana, Wiege der Renaissance und Heimat einer der außergewöhnlichsten Zigarren der Welt.

Historische Städte wie Florenz, Pisa und Siena, idyllisch gelegene Dörfer, sanfte Hügel, üppige Pinienhaine und Weinberge so weit das Auge reicht. Die Rede ist von der TOSCANO. Seit nun fast mehr als 200 Jahren mit der italienischen Lebensart fest verwoben, ist sie etwas ganz Besonderes.

Durch einen glücklichen Zufall entstanden und durch gezielte Weiterentwicklungen verfeinert, ist sie in ihren vielen verschieden Facetten aus dem italienischen Leben nicht mehr wegzudenken. Einer der Gründe für den Erfolg innerhalb Italiens aber auch über seine Grenzen hinaus liegt in der traditionellen Produktion in der Manufatture Sigaro TOSCANO S.p.A, die in Lucca angesiedelt ist.

Im Jahr 1861 war die Zigarrenmanufaktur Sigaro Toscano in Lucca eine von vier Betrieben in der Toskana. Sie überlebte als einzige. 1865 schlossen die verbliebenen Manufakturen in Florenz, Massa-Carrara sowie Cparaia ihre Pforten. Die jährliche Produktion des Unternehmens stieg damit auf etwa 300 Tonnen Tabak die zu Zigarren und Zigaretten verarbeitet wurden.
Zwischen den zwanziger und dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wuchs der Absatz der Tabakwaren. Die gesamte Produktionsstätte musste deshalb umstrukturiert werden was die architektonische Struktur der Manufaktur innerhalb der Stadtmauern erhebliche veränderte. Um weiteren Platz für Produktionsanlagen und Büroräume zu gewinnen erwarb das Unternehmen Sigaro Toscano 1892 das ehemalige Kloster von San Domenico aus dem 16.Jahrhundert.

Lucca, am Fluss Serchio gelegen, ist nur ca. 20 km von der toskanischen Küste entfernt. Das Stadtbild zeichnet sich durch seine vielen Kirchen, pittoresken Gassen aber auch durch die begrünte Stadtmauer aus, auf der man spazierend die Seele baumeln lassen kann. In dieser geschichtsträchtigen Stadt ist auch TOSCANO zu Hause. Dort wird der, in der Toskana eigens angebauter Kentucky-Tabak, zuerst einer „Feuertaufe“ unterzogen.

Ein Prozess, der dem des Räucherns ähnlich ist und je nach verwendeter Holzart verschiedene Aromen freisetzt. Im nächsten Produktionsschritt nimmt der Tabak ein Wasserbad, welches ihm durch die einsetzende Fermentierung sein einzigartiges Aroma verleiht. Nach 30 bis 50 Tagen ist der Tabak dann bereit zugeschnitten und von fachkundiger Hand zur perfekten Zigarre gerollt zu werden.

Allen Zigarren gemein ist die Hingabe zum Produkt, die hohen Qualitätsansprüche schon aus guter Tradition, und eine sehr eigenständige Zigarren Philosophie, die sich von Mainstream und allen Moden abhebt, um das zu bleiben, was sie immer war: Ein gutes Stück „Dolce Vita“!

Produktion Manufatture Sigaro TOSCANO
Produktion Manufatture Sigaro TOSCANO

Bei der Toscano handelt es sich im Grunde genommen aber nicht wirklich um eine Zigarre sondern um einen Kentucky Pfeifentabak. Dieser durchläuft eine besondere Art der Fermentierung, bei der er unter anderem befeuchtet und über einem Holzkohlefeuer getrocknet wird, wodurch ein hohes Maß an Alkaloiden (Nikotin) entsteht. Dabei wird für die Einlage traditionell in Italien selbst angebauter Tabak verwendet, das Umblatt dagegen wird zumeist aus den USA importiert. In den letzten Jahren sind allerdings auch Toscani-Zigarren auf den Markt gekommen, die mit Tabaken aus anderen Ländern ergänzt wurden (etwa die „Senesi“).

Die entrippten Tabakblätter werden dann nass verarbeitet, wobei um den Einlagetabak nicht, wie bei karibischen Zigarren üblich, zuerst ein Umblatt gewickelt und danach das Deckblatt darüber gerollt wird. Das Deckblatt der Toscani ist fest genug, um den Einlagetabak zu halten, es wird hierzu mit einem geschmacksneutralen Kleber aus Maisstärke befestigt. Nach der Herstellung werden die Zigarren in einem Reifelager luftgetrocknet, je nach Dauer dieser Reifung ergeben sich verschiedene Qualitäten. Die meisten Toscani werden maschinell oder mit einem hohen maschinellen Anteil gefertigt, es gibt aber auch ganz von Hand gerollte Exemplare wie die „Originale“ oder die „Il Moro“. Alle Toscani haben eine typisch elliptische Form, die man bei einer karibischen Zigarre als „Perfecto“ bezeichnen würde und sind zwischen 150 mm und 160 mm lang.

Abweichungen von einigen Millimetern sind dabei nichts Ungewöhnliches und scheinen durchaus gewollt. Eine Ausnahme stellt dabei der Toscano „Il Moro“ dar, die eine durchschnittliche Länge von 230 mm aufweist. Daneben gibt es einige Sorten, die bereits um die Hälfte gekürzt („Toscanelli“) und damit bereits rauchfertig sind. Sie sind auch aromatisiert mit Grappa, Anis (anice) und Espresso (caffé), Vanille (vaniglia) und fondente (Bitterschokolade) erhältlich.

Die Toscano Zigarren werden in Deutschland über das Haus Arnold André vertrieben.

Für Interessierte werden montags, mittwochs und freitags von jeweils 10-14 Uhr die Tore der Manufaktur zum Besichtigen geöffnet und die Möglichkeit geboten, die Produktion der Toscano Zigarren hautnah zu erleben.

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