Samstag, September 23. 2017 | Magazin für besondere Zigarrenliebhaber | Vol.15, NO.37 | ISSN 2366-6781
Cohiba Behike

Die teuerste Zigarre der Welt – der bedingungslose Luxus

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Aficionados, die gern Zigarren rauchen, werden die besondere Sorgfalt zu schätzen wissen, mit der manche Zigarren gefertigt werden. Denn bei einer guten Zigarre ist beinahe alles Handarbeit, von der Tabakaussaat bis hin zur Ernte, über das Rollen der Tabakblätter durch die Hände der erfahrenen Torcedores bis hin zum Anbringen der Bauchbinden und dem Verstauen in den mitunter aufwändig gestalteten und kostbaren Kisten. Diese aufwendige Produktion der erlesenen Stücke hat natürlich auch seinen Preis, weshalb das Rauchen von Zigarren auch schnell ein Luxus-Hobby werden kann. Zigarren im Bereich um die 20 Euro gehören schon zu dem oberen Preissegment, sind aber mitnichten zu den teuersten Zigarren zu zählen. Denn die teuerste Zigarre der Welt kostet mehrere hundert Euro pro Stück. So ein besonderer Smoke sollte vorher wirklich wohl überlegt sein. Aber in einmaliger Erinnerung wird er auf jeden Fall bleiben.

Das Land für das Besondere: In Kuba wird die teuerste Zigarre der Welt geboren

Wer die teuerste Zigarre der Welt sucht, der wird im Segment der kubanischen Zigarren fündig. Die Marke Cohiba ist seit Beginn ganz vorn mit dabei, wenn es um ausgezeichnet gerollte Zigarren mit einer besonderen Aromenpalette geht. Ihr ausgezeichneter Ruf wurzelt dabei aber neben der hervorragenden Qualität jeder einzelnen Ingredienz der Zigarre auch in einer gewissen Mythenbildung, für die das Unternehmen seit jeher kräftig selbst gesorgt hat. Von zunächst nur einem einzigen Torcedor namens Eduardo Rivera gerollt, waren die Cohiba-Zigarren lange Zeit nur Fidel Castro vorbehalten. Mit der Zeit verschenkte das kubanische Staatsoberhaupt die Prachtstücke als ein diplomatisches Geschenk weiter, käuflich erwerben konnte man sie aber lange Zeit nicht. Erst ab 1964 waren die Zigarren dann für alle erhältlich. Wen wundert es also, dass auch die teuerste Zigarre der Welt aus diesem sagenumwobenen Hause stammt.

Cohiba Behike – die teuerste Zigarre der Welt kommt im exklusiven Humidor

Die einmaligen Blends der Cohiba-Zigarren fußen auf einer besonderen Sorgfalt und einer geduldigen Liebe zum Detail. So werden beispielsweise die Tabake für Cohiba-Zigarren dreifach fermentiert und es hält sich auch hartnäckig das Gerücht, dass die ‚El Laguito‘-Manufaktur, der Geburtsort der Cohiba-Zigarren, und somit auch derjenige der teuersten Zigarre der Welt, besondere Vorrechte genießt. Der Legende nach besitzen die Blender der Cohiba-Zigarren das Privileg, sich von den im berühmten Vuelta Abajo-Anbaugebiet gezogenen Tabak-Pflanzen die besten Blätter der Ernte aussuchen zu können. Und wenn dieser Tabak dann auf einzigartig meisterliche Weise zu einer Cohiba-Zigarre verarbeitet wird, dann heißt das Resultat Cohiba Behike.

Aus dem Jahr 2006, für Cohiba ein Jubiläumsjahr, stammt die teuerste Zigarre der Welt. Zum 40-jährigen Bestehen der Marke wurde eine streng limitierte Auflage von 100 Kisten von der Meister-Torcedora Norma gerollt, jede Kiste enthielt 40 Zigarren mit dem Namen Cohiba Behike. Dabei waren die Kisten aber nicht einfach nur bessere Holzkisten, sondern es handelte sich dabei um unter höchstem Können handgefertigte Humidore der Pariser Firma Elie Bleu. Auch die Zigarren, die in der Pressemitteilung vom 3. März 2006 von Habanor S.A als „the most expensive and exclusive Habano cigar in history“ angekündigt wurden, sind je mit einer zweifachen Goldbanderole ausgezeichnet worden. Die strenge Limitierung wurde nicht nur an der Nummerierung der einzelnen Humidore sichtbar, sondern auch jede der erlesenen Behikes trug auf ihrer Doppelbanderole eine Nummer. Bei einem Kistenpreis von 15.000 Euro kostete jede einzelne Cohiba Behike 375 Euro. Und das auch nur, wenn man die Kosten des Luxus-Humidors nicht mit einberechnet. Ein Preis, der überlegt sein will. Wer sich aber darauf einlässt, der kann nach dem Smoke von sich behaupten, die teuerste Zigarre der Welt geraucht zu haben. Wenn eine Zigarre mehr als nur ein Smoke ist…

Gurkha His Majesty’s Reserve

Die ersten Behikes sind vergriffen. Wer sich aber die aktuell teuerste Zigarre der Welt zulegen möchte, sollte zur Gurkha Majesty’s Reserve greifen. Ihr gebührt mit einem Preis von knapp 400$ pro Stück der derzeit erste Platz unter den wirklich teuren Zigarren. Ein seltenes, 18 Jahre gereiftes dominikanisches Deckblatt und eine streng geheime Einlagenmischung machen die Majesty’s Reserve zur wahren Königin unter den teuren Zigarren. Nach der Fertigung wird die einzelne Zigarre mit einer ganzen Flasche Louis XIII Cognac veredelt. Jedes Jahr werden weniger als 100 Kisten produziert und nur wenige können sich glücklich schätzen zu den auserwählten Anbietern dieser Rarität zu gehören.

Fazit: Die teuerste Zigarre der Welt – ein Smoke, der sich lohnt?

Wer über die teuerste Zigarre der Welt spricht, sollte zunächst bedenken, dass der Genuss von Zigarren seit jeher mit einem bestimmten Lifestyle in Verbindung gesetzt wird. Wer Zigarren genießt, der gönnt sich eine Auszeit, in der Sorgen ruhen sollen und nimmt sich bewusst die Zeit, um den Fokus auf die schönen Dinge des Lebens zu legen. Das darf dann auch mal ein bisschen mehr kosten, sofern der Geschmack dies auch rechtfertigt. Ob es sich jedoch lohnt mehrere hundert Euro zu investieren, um einmal in den Genuss der teuersten Zigarre der Welt zu kommen, das bleibt jedem Aficionado selbst überlassen. Denn auch hier gilt: Die teuerste Zigarre muss nicht unbedingt die beste Zigarre der Welt sein. noblego.de

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