Samstag, September 23. 2017 | Magazin für besondere Zigarrenliebhaber | Vol.17, NO.14 | ISSN 2366-6781
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Whisky, der ideale Begleiter einer Zigarre

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Johnnie Walker, Jack Daniels oder Ballantine`s sind Begriffe aus der Whiskywelt, die jeder kennt. Erstaunlich ist, dass in den letzten Jahren auch Namen wie Glenmorangie, Glenfiddich oder Highland Park an Bedeutung gewonnen haben und immer geläufiger wurden.

Whisky – eine extrem vielfältige Spirituose

Man kann sagen: Whisky boomt in Deutschland. Die Spirituose ist zum beliebtesten hochprozentigen Getränk das man pur genießt aufgestiegen. Und der Boom hält an.

In der Welt der Whiskies gibt es viel zu entdecken. Die Spirituosen sind vielfältig und das Angebot wird immer unübersichtlicher und diversifizierter. Derzeit setzen Hersteller zunehmend auf Cask Strength Whiskies, bei denen die Abfüllung nicht auf 40 oder 43% Vol. verdünnt wird, sondern die „Fassstärke“ abgefüllt wird. Das bedeutet, dass ein Whisky 57% oder auch 63 Alkoholvolumenprozent aufweisen kann. Interessant ist, das man dieses Mehr an Alkohol nicht unbedingt herausschmeckt.

Spannend ist zudem, dass Whisky in aller Herren Länder destilliert wird. Mit Abstand am beliebtesten sind die Feinbrände aus Schottland, gefolgt von Irland. Bourbon-Whiskey aus den USA ist in Deutschland weniger gefragt. Japanischer oder indischer Whisky sind nach wie vor Raritäten, wobei die Destillate aus Japan im Vormarsch sind. Mittlerweile findet man sogar in Deutschland mehrere Whiskybrennereien. Die bekannteste davon liegt am malerischen Schliersee in Oberbayern. Hier entsteht der noch sehr junge Slyrs-Whisky.

Je nach Land gibt es unterschiedliche Traditionen bei der Herstellung. In Bayern experimentiert man beispielsweise mit Pfälzer Eiche und vergleicht die Ergebnisse der Whiskylagerung mit denen amerikanischer Eiche. In anderen Ländern haben Gesetze, Landschaftsmerkmale und natürlich die Nachfrage verschiedene Whiskytypen hervorgebracht. Man denke nur an Bourbon-Whiskey aus den USA, der aus Mais hergestellt wird, irischer Whiskey, der ungemälzt verarbeitet wird, da bei der Mälzung Steuern anfielen oder den ganz besonderen schottischen Inselwhisky, der nach Rauch, Torf und Salz schmeckt. Bei dieser Vielfalt ist für jeden Spirituosenliebhaber etwas dabei. | Credit: Delicious Berlin

Genussmittel Zigarre

Die Zigarre ist ein gerolltes Genussmittel, das aus getrockneten und fermentierten Tabakblättern besteht, die von einem sogenannten Umblatt umschlossen werden. Das äußerste Tabakblatt wird Deckblatt genannt, das zu entzündende Ende der Zigarre Zigarrenfuß. Als Zigarrenkopf wird das Ende, das der Raucher im Mund hält, bezeichnet.

Short-und Longfiller

Eine genaue geografische und historische Herkunft der Zigarre ist nicht bekannt. Allerdings wird davon ausgegangen, dass Tabak in Tabakspfeifen schon seit Jahrtausenden geraucht wird. Die weltweite Verbreitung des Genussmittels geht bereits auf die Kolonialzeit zurück. Der Forscher Christoph Columbus soll der erste Europäer gewesen sein, der im 15. Jahrhundert auf der Insel Kuba mit Tabak in Kontakt gekommen ist. Auch die Entdecker, die nach ihm kamen, fanden auf Kuba, in Mexiko, Brasilien und Zentralamerika Ureinwohner vor, die zusammengerollte Tabakblätter rauchten. Für diese Einheimischen hatte das Rauchen von Kubanischen Zigarren einen religiösen und kulturellen Hintergrund. Im 18. Jahrhundert brachten schließlich britische Seeleute und Soldaten Kubanische Zigarren in die nordamerikanischen Kolonialgebiete. Auf deren Feldern und Landgebieten wurden ab diesem Zeitpunkt häufig Zigarren hergestellt.

Das Zigarrenrauchen und somit auch die Herstellung dieser Ware war besonders im 19. Jahrhundert ein sehr wichtiger Industriezweig. In Deutschland konzentrierte sich die Herstellung der Zigarren im 19. Jahrhundert auf die Regionen Thüringen, Baden, Westfalen und Sachsen. Im Jahr 1848, während der Märzrevolution, gründeten die Tabakarbeiter der Stadt Berlin die sogenannte „Association der Zigarrenarbeiter Deutschlands“, die raschen Anklang fand und in zahlreichen weiteren Städten in Deutschland nachgeahmt wurde. Diese Organisationen waren allerdings eher kurzlebig, auch weil sie nicht zentral organisiert waren. Der „Allgemeine Deutsche Zigarrenarbeiter-Verein“, der im Jahr 1865 im Umkreis des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins in Leipzig gegründet wurde, war die erste zentral organisierte Gewerkschaft und gewann innerhalb von drei Jahren ungefähr 10.000 Mitglieder.

Das Rauchen von Zigarren wird von vielen Rauchern luxuriös gefeiert. In einigen Teilen der Gesellschaft gilt das Zigarrenrauchen heutzutage und auch damals schon als ein gewisses Statussymbol. Wohlhabende Herren trafen und treffen sich auch heute noch in Salons, um zu spielen und Zigarren zu rauchen.

Hochwertige Zigarren

Eine Zigarre besteht aus getrockneten Tabakblättern. Es werden getrocknete und fermentierte Tabakblätter für die Einlage verwendet, die von einem Umblatt umgeben sind. Dieser Bereich der Zigarre wird Wickel genannt. Je nach Grösse werden für die Einlage geschnittene oder komplette Tabakblätter benutzt. Die Einlage wird in ihrer Stabilität vom Umblatt gehalten. Über dem Umblatt befindet sich das Deckblatt. Das entzündende Endstück der Zigarre wird als Zigarrenfuss bezeichnet. Der Teil, der vom Raucher in den Mund genommen wird, Zigarrenkopf. Oft tragen Zigarren am Kopfende in der Regel eine hübsche, stylische Banderole aus Papier, der Zigarrenring, auf der Kategorie und Hersteller verzeichnet sind. Zigarren gibt es in zahlreichen diversen Formaten. Differenziert wird nach Länge, Dicke und Form.

Die genaue geografische und geschichtliche Herkunft der Zigarre ist unbekannt. Es ist anzunehmen, dass in Südamerika seit Tausenden von Jahren Tabak in Pfeifen und anderen Formen konsumiert wurde. Die globale Ausbreitung der Zigarre reicht bis in die Kolonialzeit. Angeblich soll Christoph Columbus die erste europäische Person gewesen sein, der im 15./16. Jahrhundert auf Kuba mit Tabak in Berührung kam. Britische Seeleute und Militärangehörige transportierten im 18. Jahrhundert Zigarren aus Kuba nach Nordamerika, wo neue Plantagen in den Kolonialstaaten die Herstellung von Zigarren vereinfachten.

Die Hauptanbaugebiete der Tabakpflanzen befinden sich auf Kuba, Honduras, Nicaragua, Brasilien, Italien sowie in der Dominikanischen Republik. Italien setzt seit Anfang des 19. Jahrhunderts Akzente mit der Herstellung von italienischen Zigarren. Die edelsten Zigarren aus Kuba sind mit Abstand die besten global. Während Honduras sehr milde Zigarren produziert, bestechen Zigarren aus Nicaragua durch Qualität zu einem niedrigen Preis. Die Dominikanische Republik verfügt über mehr Zigarrenmarken als Kuba. Milde Tabakaromen mit Weltklasselevel. | Credit: ZigarrenSchachtel.de

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Seit jeher gilt die Zigarre in der Gesellschaft als Zeichen von Macht und Erfolg. Der Wunsch nach einer guten Zigarre ist mindestens so alt wie die Tradition der Zigarren überhaupt.

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