Freitag, Oktober 20. 2017 | Magazin für besondere Zigarrenliebhaber | Vol.17, NO.21 | ISSN 2366-6781
Jaguar F-TYPE Mille Miglia

Mit dem Jaguar F-TYPE auf den Spuren der Mille Miglia

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La Corsa più bella del Mondo – die Mille Miglia gilt als wohl schönste Veranstaltung im jährlichen Oldtimer Kalender.

Während der diesjährigen Auflage der „1000 Meilen“ wandelte Jaguar mit aktuellen F-TYPE Modellen des Jahrgangs 2018 auf den Spuren der erstmals 1927 ausgetragenen Fernfahrt. Der Jaguar Konvoi befuhr dabei auch legendäre Mille-Passagen, welche die Hauptveranstaltung in diesem Jahr nicht mehr berührt hat. So zum Beispiel den legendären Futa-Pass, der in 903 Metern Höhe über den Apennin führt und schon mehr als einmal Teilnehmer auf ihrem Weg zurück nach Brescia zur Aufgabe zwang.

70 Jahre nach der allerersten Mille Miglia von 1927 und 50 Jahre nach der letzten Original-Ausgabe von 1957 starteten in Brescia über 460 Teilnehmer zur Ausgabe 2017. Im Gegensatz zum letztmals 1957 ausgetragenen Original ist die moderne Veranstaltung eine Gleichmäßigkeits-Prüfung. Zugelassen sind alle Fahrzeuge, die auch schon am ursprünglichen Rennen teilgenommen haben.

1952 war der Gesamtsieg für den ersten Jaguar mit Scheibenbremse greifbar nah

Darunter waren bei der 90. Auflage in diesem Jahr auch 26 unvergessliche Jaguar Sportwagen der 1950er Jahre. Allen voran 15 Modelle vom Typ XK120, der bei der Mille Miglia von 1950 mit den Plätzen fünf und acht ein starkes Ausrufezeichen setzte. Ergänzt werden sie von sechs Exemplaren des 1954 eingeführten Nachfolgers XK140. Der C-Type war mit drei Teams vertreten und erinnert an die Mille Miglia von 1952, bei der Jaguar der damals noch revolutionär neuen Scheibenbremse einen Härtetest abverlangte. Stirling Moss und Jaguar Cheftester und -entwickler Norman Dewis lagen in Florenz schon auf Platz zwei, ehe Moss auf der Abfahrt vom regennassen Raticosa-Pass einen Felsen touchierte. Fazit: Bremsentest weitestgehend bestanden, doch 160 Kilometer vor dem Ziel das Aus mit defekter Lenkung.

Abgerundet wurde das Raubkatzenkontingent von zwei höchst unterschiedlichen Modellen: Die große Limousine Mark VII schafft auch mit fünf Personen und deren Gepäck noch 160 km/h, der für die langen Geraden von Le Mans konzipierte D-Type locker 100 km/h mehr.

Der Futa-Pass atmet den Geist der „alten“ Mille Miglia

Die Route der modernen Jaguar F-TYPE Teams führte am ersten Tag von Mailand über den Startort Brescia und eine Schleife entlang des Gardasees bis nach Verona. Nach diesem genussvollen Prolog geht es am zweiten Tag über die „alte“ Mille Miglia Route mit dem Apennin-Pass Futa in Richtung Chianti und Siena. Speziell auf diesem Abschnitt spürt man den Geist der historischen 100 Meilen besonders, in Autos, denen die Spitzkehren des Passo della Futa wie auf den Leib geschneidert sind.

Denn der aus Aluminium gefertigte F-TYPE wartet neben einer 50:50-Gewichtsverteilung mit einem extrem agilen Fahrwerk auf. Im per Knopfdruck abrufbaren Dynamic Modus wird die sportliche Seele des Jaguar besonders geweckt. Gaspedalbewegungen werden unmittelbarer umgesetzt, die Servounterstützung der Lenkung leicht zurückgenommen, Gangwechsel schneller und erst in höheren Drehzahlbereichen ausgeführt. Sogar die dynamische Stabilitätskontrolle DSC interveniert bei leichtem Schlupf der Antriebsräder später als normal – und bereitet dem geübten Sportfahrer so eine Zusatzportion Freude.

Als weiteres Bonbon eröffnet der konfigurierbare Dynamic Modus eine noch individuellere Abstimmung und über die Funktion „Dynamic-i“ die Einblendung spezieller Informationen auf dem Touchscreen-Display.

Nach dieser Kurvenorgie auf historischem Mille-Terrain kamen die F-TYPE Teams am dritten Tag im Raum Siena/Florenz noch einmal in direkten Kontakt zum „Hauptfeld“ – das an diesem Tag unterwegs war auf der dritten von vier Etappen (Rom-Parma).

Jaguar Modelljahrgang 2018: 28 Modelle, ein Facelift und ein neues Sondermodell

Jaguar hat zum Modelljahrgang 2018 die F-TYPE Palette auf je 14 Coupé- und Cabriolet-Varianten ausgeweitet. Flankiert wurde der Ausbau durch ein erstes dezentes Facelift: Form und Grafik des ikonischen Jaguar Kühlergrills blieben unangetastet, doch an die Stelle der äußeren Lufteinlässe im Haifischkiemen-Look rücken nun große einteilige Öffnungen. Zur Verdeutlichung seines 405 kW (550 PS)* starken V8 tragen die Einlassschächte beim F-TYPE R eine horizontale Strebe. Das 423 kW (575 PS)* starke und als Coupé 322 km/h* schnelle Top-Modell SVR* glänzt wiederum mit einem völlig eigenständigen, auf maximale Durchströmung und optimale Aerodynamik zugeschnittenen Design.

Neue Voll-LED-Scheinwerfer stehen ebenfalls für die zusätzliche Klarheit in der F-TYPE Designsprache. Die J-Blade-Signatur für das Tagfahrlicht wurde beibehalten, fungiert in Doppelfunktion nun aber auch als Blinkerleuchte. Über das jetzt serienmäßige Jaguar Infotainmentsystem Touch Pro interagieren F-TYPE Besitzer zugleich auf völlig neue Weise mit der Außenwelt und ihrem eigenen Fahrzeug. Die State-of-the-Art-Info-Zentrale ist sogar kompatibel mit einer Apple Watch.

Die während der Fahrt auf den Spuren der Mille Miglia eingesetzten F-TYPE Modelle leisten zwischen 280 kW* (380 PS)* und 423 kW* (575 PS)*. Die überlegene Traktion und Dynamik eines Allradantriebs gibt es auf Wunsch ebenfalls in Verbindung mit diesem Motor.

F-TYPE 400 SPORT* – sehr begehrt, weil auf eine Bauzeit von zwölf Monaten limitiert

Das Sondermodell Jaguar F-TYPE 400 SPORT* wird zwölf Monate lang in unbegrenzter Stückzahl produziert und kommt ebenfalls auf der Mille Miglia-Tour zum Einsatz. Interessenten sollten also nicht zu lange zögern, denn das Angebot ist wahrlich verführerisch. Denn statt 280 kW (380 PS)* gelangen hier – nomen est omen – 294 kW (400 PS*) auf eine oder optional beide Achsen. Und dank eines mechanischen Sperrdifferentials erfolgt die Kraftübertragung so schlupffrei, dass der Standardsprint in 4,9 Sekunden* (AWD*: 5,1 Sekunden*) gelingt. Zusätzlichen Fahrspaß im 275 km/h* schnellen 400 SPORT* spendet die Sound-Taste für die aktive Sportauspuffanlage mit Klappensteuerung. Zudem punktet das Sondermodell durch die 400 SPORT*-Performance-Sitze in Premium-Leder, durch die eine Gewichtseinsparung von über 8 kg erreicht werden konnte. Die zum Modelljahr 2018 um 50 Millimeter nach hinten verschobenen Performance-Sitzen schaffen Raum für eine tiefere Sitzposition und vier Zentimeter zusätzliche Beinfreiheit.

Drei exklusive Außenfarben – Indus Silber, Santorini Black und Yulong – untermauern den Status des 400 SPORT*. Der mattschwarze Frontsplitter, vergrößerte Seitenschweller und ein Heckdiffusor in mattem Dunkelgrau betonen die rassigen Proportionen zusätzlich; ein Sportfahrwerk mit 20-Zoll-Felgen, adaptiven Dämpfern und dem konfigurierbaren Dynamic Modus bringt die Mehrleistung auch bei sportlicher Gangart sicher auf den Asphalt.

Der zu Preisen zwischen 99.350 Euro (Coupé mit Heckantrieb) und 112.200 Euro (Cabriolet mit Allradantrieb) angebotene 400 SPORT* verströmt auch im Interieur eine eigene Note. Gelbe Kontrastnähte zieren die zwölffach elektrisch verstellbaren Performance-Sitze in Windsor-Leder. 400 SPORT* Prägungen in den Kopfstützen, gelbe Kontrastnähte, an der Mittelkonsole und an den seitlichen Türverkleidungen setzen ebenso Premium-Effekte wie Fußmatten mit Kedern in Nubuk-Leder.

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